Nachdem wir bereits 2019 als Stamm in Norwegen waren, hat die Fahrt einige Mitfahrende niemals losgelassen. Andere, die damals nicht dabei sein konnten, waren von den Erzählungen so beeindruckt (oder genervt), dass auch sie sich nach einer Fahrt im hohen Norden sehnten. Nach einigen Monaten Planung machten sie sich daher in einer siebenköpfigen RR-Gruppe auf, wieder durch die Hochebenen zu wandern. 
Teilweise noch erschöpft vom BuLa machten wir uns Anfang August auf. Während der ca. 24-stündigen Fahrt wurde unter anderem die Öresund-Brücke bewundert und Oslo erkundet. Abends erreichten wir unseren Startpunkt, einen Parkplatz an der Grenze des Rondane-Nationalparks, den einige von uns wir schon aus 2019 kennengelernt haben. 
Am ersten Tag mussten wir noch eisigen Winden und Regen trotzen, doch schon am nächsten Tag sollte sich das nordische Wetter von seiner besten Seite zeigen. 
Wir betraten über die Grimsdalshytta den Dovre-Nationalpark, in welchem wir zufällig eine andere deutsche Pfadfindergruppe trafen. 
Als wir im Örtchen Hjerkinn in den Dovrefjell-Nationalpark wechselten, lernten wir die norwegische Gastfreundschaft beim Trampen und der Suche nach einem Schlafplatz kennen, welche in Form einer Kapelle beendet wurde.
Im wunderschönen Dovrefjell erwischte uns nach einigen Tagen ein Regensturm, der uns dazu zwang, frühzeitig zu lagern und auch den kompletten nächsten Tag bei Keksen und Vorlesen in der Kothe zu verbringen.


Dafür wurde der Abstieg zum Ort Lesja bei gutem Wetter mit schönster Szenerie belohnt. Zwar machte uns ein vorangegangener Erdrutsch das Leben schwer, denn der Wanderweg glich eher einer matschigen Sumpflandschaft auf einem fernen Planeten. Wir entkamen aggressiven Schafen und mussten feststellen, dass Trampen auch in Norwegen nicht so einfach ist, wie gedacht (zumindest für die meisten von uns nicht…)
Im nahegelegenen Bjorli mussten uns ein Teil der Gruppe frühzeitig verlassen und auch dem Rest von uns dämmerte langsam, dass unsere Fahrt bald vorbei sein würde. Die letzten Tage erkundeten wir die Städte Åndalsnes und Trondheim, woraufhin wir uns leider schon wieder nach Deutschland aufmachen mussten, denn für einen Teil von uns stand die Segelfahrt des Landesverbands an.

Bericht von Tim

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